1. Die Stadt!

Das beschaulich-historische Städtchen Nürnberg steht in Sachen Alkoholkonsum großen Schlucki-Metropolen wie Amsterdam, Berlin oder London in nichts nach: die Kneipen sind alle richtig heimelig, die Bier-Preise noch immer mehr als human und die Franken freuen sich immer, wenn man mit ihnen einen (wahrscheinlich aber sehr viel mehr) über den Durst trinkt.

Insbesondere, wenn man den „beschwerlichen“ Weg von Außerhalb auf sich genommen hat, um sich schlicht an Musik und Bier zu ergötzen… Und nicht nur an Christkindlesmarkt, viel zu mickrigen Bratwürsten und Hitlers letzten Überbleibseln.

Der gemütlich bis faule Franke weiß das zu schätzen und belohnt so viel Eigeninitiative mit leckerem Rotbier oder Helles… Und sehr viel Pfeffi! Daher sagen wir an dieser Stelle auch lieber mal Obacht… Vor dem Club Stereo bei Nürnberg.Pop.

Gut hier. Wenn man auf seine Leber scheißt: Der Club „Stereo“. Oder auch Pfeffi-Hölle.

Wer den Club in dieser Nacht nüchtern verlässt, wird schneller geächtet, als Fleischfresser auf veganen Streetfood-Märkten. Der Franke vergisst nie.

 

2. Das Konzept!

… Das ist nämlich was ganz besonderes: 50 Bands spielen hier nämlich an acht Spielstätten – verteilt über das gesamte Innen-Städtchen. Wo es bei anderen Festivals also mal schnell langweilig wird, weil man immer wieder mit derselben Ollen flirten muss, der besoffene Typ an der Bar auch schnell mal auf der Todesliste in die Top 5 wandert oder einem schlichtweg der Club nicht gefällt, der geht. Woanders hin!

Das schöne bei Nürnberg.Pop ist nämlich: der ganze Abend hat mehr was von einer richtig schön versoffenen Kneipentour mit exquisiten Bands, als einem feingeistigem Come-Together mit ein, zwei Getränken zur Feier der eigenen Intellektualität. Hier wird gesoffen, gefeiert, getanzt und mitgegrölt und wenn es einem zu langweilig wird, zieht man einfach weiter.

St. Klara in der Nürnberger Innenstadt: Am 28. Oktober werden hier Gitarren, Bier und geile Menschen angehimmelt! Foto: Wolfgang Sauber / Wikipedia.org

Und das Beste: jede Location – von Clubs wie dem Stereo, Bars wie dem K4 oder ungewöhnlichen Spielstätten wie der St. Klara – versprüht ihren ganz eigenen Charme. Oder wie oft hast du schon mit jemandem zu feiner Musik in einer Kirche rum gemacht? Das kannst du auf dem selbstreferenziellen Hipster-Gangbang Lollapalooza aber lange suchen!

 

3. Die Bands!

Gurr, Warhaus, Johnny Rakete und Über-Geheimtipp Aldous Harding… Und das sind nur die ersten Namen, welche die Nürnberg.Poppers in der Äther gejagt haben. Sowieso ist das Nürnberg.Pop wie ein kleines Schatzkästchen, in dem es immer was zu entdecken gibt. Das liegt zum einen am feinen Näschen der Macher und zum anderen an der Tatsache, dass sich Nürnberg und Umgebung musikalisch in den letzten Jahren richtig gemausert hat. Auf diesem Festival sind nicht nur ausschließlich Berliner Vice-Künstler einen Besuch wert, sondern eben auch lokale Unbekanntheiten. Hör dir einfach mal, was wir letztes Jahr entdeckt haben:

Und wenn du dir jetzt noch vorstellst, dass du zu diesem Fräulein, in sympathisch-fränkischer Gesellschaft, mit richtigem guten Bier und einem Hauch von Historie (und ein klein wenig Addi) um dich herum,  nur einen kleinen Teil deines Festival-Abends verbringen darfst… Da kannst du ja wohl nicht sagen, dass dein kleines Emo-Herzchen gerade nicht frohlockt. Hoffentlich kommt sie dieses Jahr wieder… Prost!

4. Sonder-Nennung: das Bier!

300 Brauereien. Land des Bieres. Müssen wir noch mehr sagen?

 

Tickets für das Nürnberg.Pop gibt es HIER