Also echt, man kann’s auch übertreiben! Während die meisten Bands unser allseits beliebtes „schlecht gelauntes Interview“ mit grimmiger Freude beantworten, gehen Marathonmann gleich mal unter die Gürtellinie. Finden wir natürlich spitze, schließlich ist das eine Region, in der sich auch das Baby zuhause fühlt. Und was anderes hätten wir von Münchens Post-Hardcore-Schnuckelchen und nach ihrem schonungslosen Album „…und wir vergessen, was vor uns liegt“ natürlich nicht erwartet. Das gefällt mindestens zwei Fünfteln der Baby-Besatzung übrigens richtig gut. Ein Fünftel hat sich sogar ein T-Shirt des bajuwarischen Hardcore-Spielmannzugs auf dem Southside gekauft. Nach so viel Liebe nun Hass frei für [highlight ]Michi[/highlight] von Marathonmann – sei mal richtig igitt, Baby!

 

Wann bist Du das letzte Mal total ausgeflippt?

„Gerade eben, beim Lesen dieses Interviews.“

 

Was ist Dein Lieblingsschimpfwort?

„Arschloch, ganz klassisch.“

 

Was kann Dir schon morgens so richtig den Tag versauen?

„Ein Interview mit IgittBaby.“

 

Was ist die peinlichste Platte in Deiner Sammlung?

„Lotto King Karl feat. Roberto Blanco – „Da ist die Tür“.“

 

„Wir geben immer volle 40 Prozent. Immer perfekt!“

 

Was war dein schlimmstes erstes Date?

„Das mit deiner Mutter.“

 

Was war Dein lausigster Anmachspruch?

„Hey Süße, ich bin Redakteur bei IgittBaby. Bock auf ein Interview?“

 

Wie war der schlimmste Kater Deines Lebens?

„Der war nach ’nem Auftritt mit Heavy Heavy Low Low und Fear Before The March Of flames. Ich habe fast keine Erinnerung daran und der nächste Tag war die Hölle. Und ich meine: die Hölle. So schlecht ging es mir erst wieder, als ich einen Nierenstein hatte…“

 

Gibt es Fotos von Dir, die um Gottes Willen niemals auftauchen dürfen?

„Leider zu viele.“

 

Wo war Eure schlechteste Show?

„Gab es nicht. Wir geben immer volle 40 Prozent. Immer perfekt!“

 

Was war der größte Fehler Deiner bisherigen Karriere?

„Dieses Interview zu beantworten.“

 

Ist ja schon gut, wir haben es verstanden. Marathonmann mögen Dinge nicht. Oder sie mögen Interviews nicht. Oder sie mögen IgittBaby nicht. Oder sie mögen mich nicht. Hölle, wie kann man nur so viel nicht mögen? Was sie überhaupt mögen, haben wir deswegen auch noch nicht rausgefunden. Sandkuchen? Pepsi Light? Sonnenaufgänge am Meer? Oder vielleicht doch die neue Kraftklub? Schreibt uns doch, liebe Marathonmänner. Dann wissen wir für das nächste Mal Bescheid. Liebe. Zumindest 40 Prozent.

Fotos: www.facebook.com/marathonmannband
(Satire)