Darauf haben wir Babys nur gewartet: Ein Gary Meskil, der noch angepisster ist als sonst. Normalerweise sorgt er bei den New Yorker Hardcore-Rüpeln von Pro-Pain für jede Menge wütenden Lärm, heute darf er es mal bei uns rauslassen. Frisch vom Flughafen zurück, wo er verkatert, müde und hungrig eine desaströse Reise voller Verspätungen, Flugstreichungen und asozialem Flughafenpersonal hinter sich gebracht hat. Gibt es einen besseren Moment für unser schlecht gelauntes Interviews? Eigentlich nicht! Dennoch müssen wir sagen, dass wir von einem wie Meskil etwas mehr erwartet hätten. Immerhin ist er nicht gerade dafür bekannt, ein Blatt vor den Mund zu nehmen…

 

Wer ist dein größtes Arschloch aller Zeiten?

George W. Bush!

 

Hast du schon mal ernsthaft darüber nachgedacht, jemanden umzubringen?

Nein. Also, zumindest nicht ernsthaft.

 

 

„Das kann nur Motherfucker sein!“

 

 

Wo in Florida würdest du eine Leiche verstecken?

Ich denke, ich würde sie in meinem Hintergarten verscharren.

 

Wann bist du das letzte Mal so richtig ausgeflippt?

Gestern am Flughafen. Verspätung, Flug gestrichen, niemand wollte etwas damit zu tun haben, niemand konnte mir helfen. Ich war mit den Nerven am Ende und kurz davor, so richtig zu explodieren. Wenn es also jemals einen Zeitpunkt gab, an dem ich zumindest ganz kurz über Mord nachgedacht habe, dann an diesem verschissenen Flughafen.

 

Welches ist dein Lieblings-Schimpfwort?

Das kann nur Motherfucker sein! Lustigerweise beschweren sich immer sehr viele Menschen darüber, dass ich auf unseren Alben so viel fluchen würde. Als würden diese scheinheiligen Heuchler im täglichen Leben nicht mindestens genau so viel fluchen. Zur Hölle, der Papst flucht wahrscheinlich mehr als ich!

 

Was kann dir schon morgens so richtig den Tag versauen?

Irgendeine bescheuerte E-Mail, die nur Probleme mit sich bringt.

 

 „Ich trat erst mal schön die Monitorbox ein!“

 

Was macht dich so richtig wütend?

Ignoranz.

 

Der schlimmste Gig deines Lebens?

Das war im Grand in New York City vor vielen Jahren. Es gab Ärger mit dem Promoter, keine Knete, also ging ich auf die Bühne,  trat erst mal schön die Monitorbox ein und schmiss sie dann ins Publikum. Seltsamerweise drehten sie uns dann den Saft ab.

 

Was war der größte Fehler deiner Karriere?

Der Versuch, Dinge zu sehr kontrollieren zu wollen. Ich musste es auf die harte Tour lernen, dass es manchmal gut ist, seinen Kollegen ein wenig mehr zu vertrauen.

 

Das neue Pro-Pain-Album „Voice Of Rebellion“ ist jetzt erhältlich. Im Grunde klingt es so wie die letzten 14 Platten: laut, angepisst und schonungslos. Dann wiederum ist die Welt auch immer noch genau so am Arsch wie 1991. Fair enough, sagen wir mal!