Game of Thrones: Staffel 6 – „Die Tür“ (V)

Wann kommt die große Schlacht um Winterfell, wann schepperts zwischen Jon und dem Nachtkönig und wird Bran auch mal Gutes stiften oder immer nur Leid?...

AChTUNG, SPOILER

So. Es ist passiert. Diese Serie hat uns mal wieder so richtig dolle weh getan. Nach „Red Wedding“, der herzlichen Feier zu König Jeoffreys Burzeltag und dem intimen Tête-à-Tête zwischen Oberyn und The Mountain trifft uns Game of Thrones einmal mehr mitten ins Glockenspiel der televisionären Gefühlsdudelei… Denn man braucht schon ganz schön große Eier, für diesen einen „Hodor“-Moment. Vor allen Dingen, weil es jetzt nur noch Arschlöcher in Westeros gibt…

Endlich nimmt das royale Possenspiel wieder mehr Fahrt auf. Der Nachtkönig feiert ein fulminantes Comeback, so wie Hodor einen Abschied. Einen, der selbst hart gestählten Männern den Rotz in die Augen treiben dürfte.

Die Tür“ löst nämlich nicht nur eine Frage, die wir uns wohl alle seit der ersten Staffel gestellt haben, sondern zwingt uns auch zum tragischen Abschied von einem Charakter, bei dem man klammheimlich immer ein bisschen die Hoffnung hegte, ob nicht er mal den Thron besteigen könnte. Es wäre eine wortkarge, aber bessere Welt geworden. Machs gut, Pferdehirn.

giphy (1)

Machs gut, Buddy!

Mach mal hinne, ey

Ansonsten versucht sich diese sechste Staffel immer noch in einem Rekord unerträglicher Klimax-Bildung: Jon und Sansa hängen noch auf Castle Black ab… Und das ist ungefähr so interessant, wie der Anamnesebogen eines Kieferorthopäden kurz vor der Rente. Da hilft auch der kurze Besuch von Littlefinger inklusive Bolton’sche Vergangenheitsbewältigung nichts: hier muss jetzt endlich mal was passieren!

Das gilt übrigens auch für den Rest der Starks: Bran muss endlich mal beweisen, dass er wohl nicht nur für jegliches Leid in der Welt verantwortlich ist, sondern ein wahrer Held sein kann und wenn wir dabei zusehen wollen wie ein tollpatschiger Teenie Kampfsport erlernt… Die Karate Kid -Trilogie bekommt man bei Amazon hinterhergeschmissen. Sansa hat ein höheres Ziel. Das sollte sich nun aber auch mal offenbaren.

 

Sattelt die Pferde, nicht mich!

Viel spannender entwickelt sich da Daenerys Zukunft beim Reitervölkchen ihres verstorbenen Ex-Lovers: Ein Mal richtig blank ziehen und schon sind die bockigen Mittelalterindianer richtig schön hörig. Ein ganz bestimmtes Städtchen am Meer sollte also besser mal die Wachen verstärken, denn die Drachenmutti reitet gen Meereen – auch wenn unser liebster Zwerg Tyrion dort nicht nur trinkt und Dinge weiß, sondern mit den latent nervösen Harpyien einen wackeligen Friedensvertrag geschlossen hat.

Wobei, wir sollten uns nicht beklagen, denn gäbe es nicht zumindest diese eine Wendung, Tyrions Verbleib in seinem neuen Zuhause wäre wohl die größte Seifenblase in der Story rund um den Thron… Denn von Drachen ist weit und breit keine Spur und auch sonst hat der kleine Babo nicht wirklich viel zu tun.

 

 

Okay, Opa, früher war alles besser!

Die unerträgliche Anspannung beim Zuschauer bleibt: wann kommt die große Schlacht um Winterfell, wann schepperts zwischen Jon und dem Nachtkönig ein zweites Mal, wird Bran auch mal Gutes stiften oder immer nur Leid, warum Sansa, warum und was passiert wenn eine Tittenmaus eine Armee aus wütenden Pferdekriegern hinter sich hat? Wir hoffen auf baldige Erlösung!

Wobei auch eines nicht von der Hand zu weisen ist: die emotionalen Momente dieser Serie haben in den vergangenen Staffeln einfach besser geknallt. In Sachen Jon Snow und Marketing war es wohl ein wenig zu viel des Guten…

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FantasyRecap

Dieser freundliche Bursche schreibt sehr schöne Artikel. Weil er selbst sehr schön ist. Und schöne Dinge sehr mag. Und dieses sehr schöne Mag betreibt... Zudem wäre er sehr gerne kein Einhorn, jedoch sehr wohl ein Musketier. Sehr Paul McCartney hat er auch schon Mal getroffen, kam aber sehr viel zu spät...Cocaine is eben a sehr hell of a drug... Sehr am Ende? Er fängt doch erst an, sehr geehrte Bitch. Schreib mir: flo@igittbaby.de
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Auch feini fein