[dropcap size=big]Ü[/dropcap]ber Pegida müssen wir lachen. Kein Extremist ist uns auch nur einen Gedanken wert. Wer jedoch eine echte Gefahr darstellt, das sind die selbsttitulierten „Gangster“-Rapper unseres Landes. Ja, „Künstler“ wie Kurdo sind gefährlich, und das mehr denn je. Nicht etwa weil sie falsches Gedankengut parolisieren, weil sie die jungen Massen zu dummen Taten animieren, sondern weil sie sich ihrer Verantwortung entziehen. Und diese abzusprechen ist mit fast 500.000 Facebook-Freunden und mehreren Millionen Klicks auf YouTube nicht mehr möglich.

 
Was Persönlichkeiten wie Haftbefehl schon lange begriffen haben, verstehen Kinder wie Kurdo völlig falsch. In der Öffentlichkeit zu stehen bedeutet nicht, dass man sich verhalten kann, wie man möchte, dass Regeln nicht mehr gelten. Sie gelten mehr als je zuvor. Weil man beobachtet wird. Weil man ein Vorbild ist. Ob man will oder nicht. Kurdo entzieht sich nicht nur dieser Verantwortung, er behauptet, dass es keine gibt und schiebt sie ab … auf alle anderen. Ein Beispiel gefällig? Das wäre dann nicht etwa die völlig verpatzte Autogrammstunde in Stuttgart, die mit mehr als 1000 Gästen ja nur in die Hose gegangen war, weil die „Scheißpolizei“ nicht im Stande ist, für „Recht und Ordnung“ zu sorgen, sondern sein Verhalten danach.

 

„Pegida? Ist das so was wie eine Problem-Kita?“

Jan Böhmermann und Stan Lee haben es beiderseits begriffen: Mit großer Macht kommt große Verantwortung. Eine Verantwortung, der sich Kurdo entzieht wie ein renitent-pubertärer Hauptschul-Abbrecher. Besser gesagt, ignoriert er sie völlig. Warum sonst würde sich der Musiker mit Maschinengewehren ablichten lassen, um Promotion für eine Autogrammstunde in Stuttgart zu machen. Von Extremismus, #Pegida und einer Islamdebatte hat das ach so clevere Kerlchen wohl noch nichts gehört. Und falls doch, wäre sein Verhalten umso fragwürdiger: Ein Künstler irakischer-kurdischer Abstammung, der davon rappt, es vom Asylheim in die Charts geschafft zu haben und der nun seine Anhänger dazu animiert, Gewalt zu verherrlichen, auf das System zu pfeifen, nur um die größtmögliche Aufmerksamkeit zu generieren. Das ist nicht nur gefährlich, das gießt unbewusst bewusst Öl ins Feuer der aktuellen Debatte. Glückwunsch, Mister Kurdo. Du bist einer der Gründe, warum ignorante Idioten unter anderem in Dresden darüber debattieren, warum Integration nicht möglich ist.

 
Kurdos Verhalten könnte man als kindisch abtun. Ich sage, es ist schlicht und ergreifend nicht sozial. Zwar hat nicht nur der junge Musiker schuld an dem, was in Stuttgart passiert ist – nämlich, dass ein Rapper, der ziemlich krass am Hype angekommen ist, sich seinen Fans in Persona stellt und damit eine kleine Massenhysterie vom Zaun bricht – aber eine Mitschuld trägt der Musiker dennoch. Schließlich wäre es doch an ihm gewesen, mit seinen Fans zu kommunizieren – sei es nun via Facebook oder Twitter – um die „1000 Besucher“ des Stuttgarter Einkaufzentrums zur Ruhe zu bringen und die Gemüter zu besänftigen. Stattdessen stachelt der Musiker eine eh schon erhitzte Meute an, gegen Menschen zu wettern, die tagein, tagaus ihr Bestmögliches geben, um unserer Gesellschaft einen Dienst zu erweisen, um wirklich zu helfen. Und dies dann mit solch einem nicht klugen Posting zum Ausdruck bringt:

 

 

Verbrechen sind cool, Kids!?

Doch dem nicht genug, rast unser kleiner Ghetto-Superstar wutentbrannt mit seinem Autokorso davon und gefährdet durch sein Verhalten auch noch Menschen im Straßenverkehr. Und anstatt seinen Fehler einzugestehen, antwortet Kurdo auf die Vorwürfe des „Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“ auch hier mit dem völlige Fehlen von Vernunft und Verantwortungsbewusstsein und mit den Worten „Einen Führerschein kann man auch kaufen“. Einfach ein cooler Typ, dieser Kurdo. Ein Kerl, dem man gerne die Jugend anvertraut. Ein Künstler, der wirklich etwas zu sagen hat. Nämlich das hier im Wortlaut:

 

 
Das Einzige, was wir dazu zu sagen haben: Ja, unsere Jugend ist im Arsch und diese eine Generation kann man wohl endgültig in die Tonne treten, wenn sie einen offensichtlich unklugen Menschen wie diesen Kurdo anhimmelt. Nur möchten wir diese Hoffnung nicht aufgeben. Wir hoffen, dass auch andere Zeiten kommen werden. Zeiten, in denen gefährliche Typen wie Kurdo nicht mehr in der Öffentlichkeit stehen, sondern einfach wieder Regale bei Aldi einräumen. Dort zumindest stellen sie keine Gefährdung für eine eh schon zutiefst verwirrte Jugend dar. Um den Meister zum Abschluss mit seinen eigenen Worten zu zitieren: „#haram“.

 
P.S. Wir freuen uns bereits auf die Kommentare all derer die den Rattenfängern schon zugelaufen sind.

 
P.P.S Und wer immer noch nicht glaubt, dass es diesem Strolch einzig und allein um viel, viel Geld geht, der möge sich dieses Video und vor allen Dingen dessen Inhalt auf der „Zunge“ zergehen lassen.