Ach, manchmal sind doch auch Bands froh, wenn es in Interviews endlich mal nicht um ihre gottverdammte Musik geht. Wir von IgittBaby wissen das als kundige Kenner von empfindlichen Musikergemütern natürlich und reagieren nur zu gern darauf. Leider ist es aber immer noch so, dass viele Bands oder Managements nicht bereit dafür sind, in einem Interview auch einfach mal die Wahrheit zu sagen. Erst kürzlich haben Escape The Fate unser Interviewangebot dankend, aber sehr bestimmt abgelehnt – viele Bands machen aus lauter Angst eh einen großen Bogen um uns. Shinedown nicht. Einerseits verwunderlich, weil ihr amerikanischer Highschool-Hard-Rock nun wirklich nicht unbedingt eine Offenbarung ist. Andererseits aber ziemlich erfreulich, weil sich Drummer Barry Kerch in der Baby-Behandlung als verdammt coole Socke entpuppt. Schön, dass es so was noch gibt.

 

Beneidest du oder wirst du beneidet?

Ich BIN Neid.

 

Und wen beneidest du?

Spiegel. Wenn ich in sie blicke.

 

Wie oft blickst du denn in einen Spiegel?

Oft.

 

Wer beneidet dich?

Jetzt gerade? Channing Tatum.

 

Wie lang brauchst du für gewöhnlich im Badezimmer?

Wie lange brauche ich da drin nicht?!

 

 

 

„…ich bin Barry Kerch.“

 

 

Hast du schon mal die Rockstar-Karte ausgespielt, um ein Mädchen flachzulegen?

Ich habe mal eine blinde Frau davon überzeugt, ich sei Ziggy Marley.

 

Und was ist sonst deine Aufreißtaktik?

Ich sage ihnen, ich bin Barry Kerch.

 

Was ist die beschissenste Platte in deiner Sammlung?

Die einzige bekannte Kopie des “Black Album” von den Beatles.

 

 

 

„Perücke aus Einhornfell“

 

 

Hat man sich im Tourbus schon mal beim Masturbieren erwischt?

Ein Privatjet ist kein Tourbus!

 

Was war deine bisher peinlichste Frisur?

Ich hatte mal eine Perücke aus Einhornfell. Aber eigentlich ist das ja alles andere als peinlich.

 

Was ist dein derzeitiger Klingelton?

Bruce Dickinsons Schnarchen.

 

 

 

„Mit Halestorm!“

 

 

Und dein Lieblingsdrink?

Arschwasser.

 

Mit welcher Band würdest du nie auf Tour gehen?

Mit Halestorm!

 

Was für einen lächerlich dekadenten Scheiß hast du dir mit deiner ersten mit Musik verdienten Knete gekauft?

Die Knochen von Benjamin Franklin.

 

Cooler Typ, keine Frage. Shinedown-Platten werden wir deswegen auch jetzt nur dann auflegen, wenn wir wirklich müssen. Aber das macht er ganz bestimmt nicht anders, lehnt sich nach knapp zehn Millionen verkauften Platten in seinem Lehnstuhl aus Franklin-Knochen zurück und zündet sich Zigaretten mit Halestorm-Postern an. Richtig guter Typ eben!