Komische Band, diese Kaffkönig: Irgendwie Schlager, irgendwie Punk. Irgendwie voll Hype, irgendwie richtig Banane. Aber sympathisch sind die Zwei auf jeden Fall, die eigentlich zu dritt sind. Vielleicht hat der gute David Lodhi diese trinkfesten Indierock-Kasperl deswegen zu seinem wundervollen Stadtfest der guten Laune namens Nürnberg.Pop geladen. Froh darüber sind sie auf jeden Fall, die Könige. Anders lässt sich deren geplante Überraschung nicht erklären. Maximal mit einer Alkohol-Psychose. Aber auch die wäre wiederum irgendwie sympathisch… So wie in dieses „Tour de Force“- Interview-Spezial.

Mal Hand aufs Herz: Was nervt auf Tour am meisten?

„Wenn die Füllung von meinem Carazza schon wieder nicht aussieht wie auf der Verpackung. Und wenn der Sänger ausgerechnet dann kacken muss, wenn wir echt schnell den Anhänger ausladen müssen.“

 

Und was ist richtig geil?

„Alte Freunde wieder sehen, neue Freunde finden und wenn uns liebende Menschen Pommes an den Merchstand bringt. Mit Majo, bitte. Ketchup ist was für Flaschen!“

 

Darum nerven mich meine Band-Kollegen manchmal:

„Der Eine fässt mich manchmal so komisch an. Darf er das? Und der Andere kommt gar nicht erst mit. Nie. Er mag uns nicht.“

 

Aber darum kann ich einfach nicht ohne sie:

„Weil der Sänger so weiche Hände hat. Sein Geheimnis: Mandelmilch. Den Anderen habe ich persönlich nie kennengelernt.“

 

 

„Mein Kopfkissen. Das vergesse ich andauernd.“ (Kaffkönig, 2018)

 

 

Was vermisst ihr am meisten, wenn ihr unterwegs seid?

„Mein Kopfkissen. Das vergesse ich andauernd. Und anständige Brezeln. Die bringen wir übrigens auch nach Nürnberg zum Pop mit.“

 

Wäre ich ein Groupie: wie könnte ich euch am besten rumkriegen?

„Du fragst sicher für einen Freund, gell?“

 

Beschreibt Baby mal den schlimmsten Backstage-Raum, den ihr je gesehen habt:

„Überhaupt einen Backstage Raum zu haben, sollte man zu schätzen wissen. Einmal mussten wir uns im Bus aufhalten und umziehen. Im Winter. Und alle haben gekuckt. Gott sei Dank meinete es Gott bei meiner Anatomie sehr gut mit mir. Für den Anderen kann und will ich nicht sprechen.“

 

Wenn ihr schon richtig groß wärt: was stünde auf eurem „Traum“-Tourrider?

„Lisa Ann. Und Döner. Aber warm muss er noch sein. Lisa Ann auch.“

 

Euer Geheim-Rezept gegen schlimmen Tour-Kater?

„Lisa Ann. Oder Döner.“

 

Warum muss man euch unbedingt mal LIVE sehen?

„Weil wir sonst ganz lange die Luft anhalten werden, wenn ihr nicht kommt!“

 

„Das Zauberwort lautet Schäuffele.“ (Kaffkönig, 2018)

Warum freut ihr euch ganz besonders auf Nürnberg.Pop?

„Das Zauberwort lautet Schäuffele. Reinstes Ambrosia ist das. Außerdem ist Nürnberg die schönste Stadt in Bayern. Insbesondere, wenn man Alkohol mag. Wir fühlen uns hier sehr wohl.“

 

Welchen Act werdet ihr auf keinen Fall verpassen?

„Milliarden, A Tale Of Golden Keys, Sized Kingdoms weil es Freunde sind und vielleicht noch werden können. Antifuchs wollen wir nicht sehen, mit ihr wollen wir nur saufen.“

 

Worauf dürfen sich die Nürnberger freuen?

„Auf ein Konzert der Liebe, den ein oder anderen flapsigen Spruch und unsere vom Schäuffele verschmierten Knutsch-Schnuten. Außerdem schmeißen wir eine Runde Freibier. Ernsthaft. Kommt vorbei. Wir geben eine Runde aus… Feinstes Bier aus unserer Heimat. Und anständige Brezeln gibt es auch. Mein Kopfkissen behalte ich.“

 

Und jetzt: Die schlimmste Tour-Erfahrung, ever… Ever!

„Ein Typ hat sich einmal während einer Show in Köln von seiner Freundin – also wir hoffen, dass seine Freundin war – an unserem Merchstand mit der Hand befriedigen lassen. Klar, stellt man es sich schön vor, – wenn du dabei an Kim und Kanye denkst – aber so war es nicht. Also schön. Also für uns nicht. Er war jedoch sehr zufrieden mit sich. Der Veranstalter…“

 

Kaffkönig spielen im Rahmen von Nürnberg.Pop. Das Konzert ist kostenlos. Noch mehr geile Acts und Tickets gibt es auf der Website dieses tollen Festivals.