Kicher.

Hust.

Röchel.

[dropcap size=big]N[/dropcap]anu, jetzt ist mir doch glatt das Lachen im Hals stecken geblieben. Was ist denn da los? Ich kann es Euch sagen. Ich kann nicht mehr. Beziehungsweise möchte ich hiermit einfach mal fragen: Bist Du es wirklich? Also wirklich wirklich? Ernsthaft, ich fasse es nicht. Das bist doch niemals Du, Kele Okereke. Oder etwa doch? In diesem Fall, fick Dich hart, alte Hundelunge.

Kele-Trick-Review

Schon mal in einen Beutel voller Hundescheiße gefasst? Also ganz beherzt und bei völligem Bewusstsein? Ich meine nicht, dass Du mal aus Neugierde daran gerochen hast, als Du Dich beim Pissen im Wald zu weit reingewagt hast und Du mit Deinen zwei Wochen alten Sneakern in ein Häufchen getreten bist – und das alles nur, damit Dir ja niemand etwas von Deinem zwei Zentimeter großen Pimmelwutz (was passt bei zwei Zentimetern und Schniedelchen nicht zusammen? Denk mal drüber nach!) abschauen kann. Fakt ist und war: Du fandest das ganz und gar verdorbene Odor bestimmt sprichwörtlich „scheiße“. Damals wie heute. Interesse hin oder her. Aber ich sage Dir, es geht noch schlimmer. Viel.

 

„Mama, da ischd scho wieder Kackerle an moim Schuh!“

Falls Du glaubst, dass ich lüge, dann hör Dir doch einfach mal dieses in Kot gewälzte neue Werk von Bloc-Party-Frontmann Kele an. Mir fällt es nämlich wirklich schwer, das in Worte zu fassen, was uns dieser eigentlich talentierte Songwriter mit runtergelassener Hose versucht zu kredenzen: Ein großen, dicken Haufen, getarnt als ganz lecker Schokopudding mit bunten Streuselchen obendrauf. Und ich bin Hater? Nun wirklich nicht.

Jedes Mal habe ich bitterlich geweint, als Bloc Party wieder mal eine ihrer kreativen Pausen angekündigt haben. Dazu musst Du wissen: jedes Jahr ohne neues Material von Bloc Party ist kein lebenswertes Jahr. Und in diesem Jahr ist wieder Pause. Aber nicht für Kele. Dieses Jahr ist ein Arschloch.

Wall-E Gif
So viel Müll. Ich etrage das nicht mehr!

 

Hast Du was gesagt, oder einfach nur gerülpst?

Seine Stimme ist unverkennbar. Leider. Ebenso meine Verzweiflung: das hier ist ein House-Album – ganz klassisch und völlig uninspiriert. Wie es sich eben für traditionelle Partymucke gehört. Also mit schlechten Beats. Und auch post-coolen Synthesizern. Eine Sängerin gibt es obendrein. Die natürlich wundervoll austauschbar ist. Auch lassen sich ausgefranzte Klangteppiche finden. Sowie computergenerierter Schrott. Wall-E hätte seinen wahre Freude an “Trick”. Der könnte sein ganzes Leben lang auf dem Planeten Kele aufräumen und es wäre immer noch genug Müll übrig, um seine Kinder, Enkel und Urenkel, ja ganze Generationen von kleinen, dummen Robotern zu beschäftigen.

Und über die Texte? Möchte ich erst gar nicht viele Worte verlieren. Vielmehr möchte ich Euch dies als plakatives Beispiel nicht vorenthalten:

„My Hotel Room Is Not Too Far / Why don’t you come closer?“

Ich dachte schon, “Boom Boom Boom… even brighter than the Moon” hätte den Platz auf dem Thron der minderbemittelsten Songzeile auf alle Zeit gepachtet, aber Keles ganz und gar antilyrischer Erguss ist für eine Ewigkeit in Plastik gemeißelt. Einfach armselig. Und respektlos. Ein Beleidigung. Für mich. Und alle anderen Fans. Daher, lieber Kele, hiermit gerne ein herzliches “verpiss Dich”.