Man kann ja nicht nur den ganzen Tag Dingos schießen. Und Surfen ist auch so 2000… Das dachte sich wohl auch Matt Gresham, als ihm im west-australischen Rockingham die Decke auf den Kopf gefallen sein muss. Aber es gibt ja Auswege. Mucke zum Beispiel. Das wollte das Baby aber genauer wissen…

Wieso wenig Kohle und miese Gigs, statt festem Monatslohn und fetter Bude?

„Den ersten Kontakt mit Musik in meinem Leben schuf meine Mutter, die ständig zu Hause Alben von John-Lennon spielte. Ich fand es faszinierend wie Melodien die Vorstellungskraft einfangen und Worte so mächtig sein können. Die Lyrics sind für mich das Größte in der Musik. Ich erinnere mich, dass ich mit meinem Bruder zu einem Konzert von Ben Harper ging. Dort habe ich gesehen, wie der Mann, diese Legende, dem Publikum sein Herz ausschüttet. Von da an wollte ich genau das Gleiche machen.“

 

 

Du scheinst mir so ein Typ zu sein, der es allgemein sehr direkt und echt mag…

„Mein ultimatives Ziel ist es, als Künstler sehr klar zu sein und Texte zu schreiben, die den Hörer in der Brust treffen. Ich habe darüber nachgedacht, eine Sporthymne zu schreiben. Etwas, für das man sich begeistern kann. Ich traf zwei unglaubliche Songwriter in Sydney: Robby Desa und Isabella Kearney Nurse. Bitte folgt ihnen auf Instagram. Sie sind die besten Songschreiber, mit denen ich je gearbeitet habe. Sie wussten genau, welche Art von Musik ich machen wollte. Es war so einfach und der Song entstand in kürzester Zeit. Rob ist ein Genie beim Produzieren von Melodien. Isabella und ich schrieben die Lyrics. Wir wollten tief eintauchen in die Welt des Sports und nachempfinden wie es sich anfühlt ein Spitzensportler zu sein.“

 

 

„Ich schreibe Musik, wenn ich im Fitness-Studio bin“

 

 

Du  hast mit UFC-Weltmeister Robert Whittaker ein Video gedreht… Ähm, was?

„Der Videodreh war fantastisch, inspirierend und auch ein wenig gruselig. In ein Box-Gym mit dem Champion zu gehen, erklärt glaube ich, warum ich Angst hatte. Aber Rob Whittaker ist ein Vollprofi und hat tolle Arbeit vor der Kamera geleistet. Die Erfahrung hat mich auch wieder dazu gebracht, mich mehr mit den Themen Fitness und Gesundheit auseinander zu setzen. Die Idee zum Video hatte übrigens mein Manager Titus Day. Er managt auch Rob und wir hatten schon über die Idee gesprochen, während ich noch mit James Arthur durch England reiste. Wir fanden, dass Musik und Sport super zusammenpassen. Ich schreibe oft Musik, wenn ich surfe oder im Fitnessstudio bin.“

 

 

Und wie entstehen deinen Songs normalerweise, wenn nicht beim Sport?

„Die Songs entstehen aus Gesprächen heraus mit Freunden über die Herausforderungen des Lebens, die wir alle durchleben. Viele der Geschichten entstehen, wenn ich Songwriting-Trips mache. Ich liebe ich es, Songs mit Produzenten zu kreieren und in einem Team zu arbeiten. Man bekommt immer den unterschiedlichsten Input – sozusagen Licht und Schatten zur selben Zeit.“

 

 

 

„Ich bin Songwriter, Gorilla und Surfer“

 

 

Was kann Baby von Deinem Album erwarten?

„Wie die meisten meiner Songs erzählt es eine Geschichte. Verschiedene Geschichten während meiner Reisen, meines Lebens und meiner Beziehungen. Es ist ein sehr persönliches Album.“

 

 

Welcher Song auf dem Album liegt dir besonders am Herzen?

„“Open“ ist für mich der bedeutendste Song. Es ist eine Zusammenarbeit mit Talib Kweli. Er ist einer meiner absoluten Lieblingskünstler und ich bin total begeistert, erneut mit ihm arbeiten zu dürfen. Eine große Ehre!“

 

 

Dann sag doch mal: Was inspiriert Dich so?

„Meine Motivation bekomme ich durch meine Familie und Freunde. Es ist mir sehr wichtig, eine starke Verbindung zu Menschen zu haben, mit denen ich Musik mache. Ich mag es nicht, mit einer Crew zu musizieren, mit der ich nicht befreundet bin. Man muss eine bestimmte Energie spüren, um mit jemandem Musik zu machen. Meine Inspirationen kommen von verschiedenen Orten, am meisten bin ich gerade von Berlin inspiriert. Diese Stadt hat eine unglaubliche Kunstszene und kreative Vielfalt.“

 

 

Zum Schluss: Wie würden deine Freunde Matt mit drei Worten beschreiben?

„Songwriter, Gorilla, Surfer.“