[dropcap size=big]H[/dropcap]itzige Diskussion in der IgittBaby-Sauna: Sollen wir so etwas überhaupt veröffentlichen? Oder gehört es gleich in die Tonne? Some say so, some say other, wie der Amerikaner sagt. Also entscheiden wir uns für den goldenen Schuss, ähem, die goldene Mitte: ja, wir drucken das folgende Interview mit Lot. Nein, wir werden es nicht unkommentiert lassen. Nicht, weil wir den Pop-Boy oder sein Album „200 Tage“ nicht mögen. Mitnichten! Der Chimperator-Newcomer weiß, wie man intelligente, emotionale und zeitgemäße deutsche Popmusik schreibt. Wie man schönen Menschen wie uns schöne Interviews über seine Heimatstadt Leipzig gibt, muss er aber noch lernen. Lieber Lot, wenn es Dir also lieber ist, die nächsten Jahre nur laut.de-Fragen Marke „erzähl doch mal, was Dein Name bedeutet?“ oder „wieso ist Dein aktuelles Album Dein bestes?“ beantworten, dann lass es uns wissen.

 

 

Warum hasst Du Leipzig?

Tu‘ ich nicht. Ich liebe diese Stadt!

[Okay, akzeptiert – die noch aufgeschlossenen Babys]

 

 

Also gut: Warum liebst Du Leipzig?

Wie viel Seiten Interview wollt ihr drucken? Da gibt es tausend Gründe und die Liste ist lang. Ganz oben stehen die Menschen.

[Wir drucken nicht, wir sind digital. Wusstest Du aber. Liefer also gern Material, Bruder! – die super dolle modernen Babys]

 

 

Wo ist die Stadt am schönsten?

Im Park. Im Sommer.

[überraschend und präzise! – The Wonder-Babys]

 

 

Wo hätte man ruhig etwas mehr Soli-Zuschlag investieren können?

In die Köpfe der Citytunnel-Erbauer.

[Eine äußerst gewitzte und reichhaltige Antwort! – die erfreuten Babys]

 

 

Wo hast Du Deinen ersten Kuss bekommen?

Auf dem Balkon.

[Ach, es gibt nur einen in Leipzig? – die verdutzten Babys]

 

 

Wo würdest Du Deiner Herzdame einen Heiratsantrag machen?

Mh. Auf einem Balkon vielleicht.

[Aha, wir erkennen ein Schema – die Sherlock Babys]

Balkon von Rami Tarawneh
Hier mag es LOT am allerliebsten auf der Welt!

 

 

Wo würdest Du eine Leiche verscharren?

Unter einem Hanffeld.

[Aha, gleich zwei Verbrechen – again, die Sherlock Babys]

 

 

Möchtest Du in Leipzig begraben werden?

Das ist mir wirklich sehr egal.

[Amen – die klerikalen Babys]

 

Wo in der Stadt fand Deine musikalische Sozialisation statt?

Überall. Wirklich überall.

[Lügner! – die wahrheitsliebenden Babys]

Die Erde
Hier kam LOT das erste Mal mit Musik in Kontakt

 

 

Wo gibt es die besten Konzerte?

Da, wo die besten Bands spielen.

[Okay, das war sogar für LOT eine SEHR faule Antwort – die entrüsteten Babys]

 

 

Wo gibt es die besten Platten?

Im Internet.

[Gähn – die noch entrüsteteren Babys]

 

 

Wo wurde es schon mal so richtig gefährlich für Dich?

In Reudnitz.

[Klingt ja auch schon hässlich – die fies lachenden Babys]

 

 

Wo bist Du am häufigsten abgestürzt?

Im Leipziger Westen.

[Rest vergessen, was? Hähäh – die hämischen Babys]

 

 

Welchen Ort in Leipzig verbindest Du mit den besten Erinnerungen?

Da gibt es auch viel zu viele.

[Deshalb haben wir ja auch nach einem gefragt, Schlauberger – die enttäuschten Babys]

 

 

Wo gehst Du mit einem Date hin?

Das kommt drauf an.

[Ob sie bezahlt? – die jetzt echt müden Babys]

 

 

Was zeigst Du Freunden am liebsten?

Musik.

[Die aus dem Internet also? – die neunmalklugen Babys]

 

 

Wo bist du im Lot?

In Leipzig. In meinem Zimmer. Hinter meiner Tischtennisplatte. Ich gewinne. Unvorhergesehen. [Warten auf eine Herausforderung: die Tischtennis-Babys]

 

Okay, Lot, das war jetzt eher nix, Herr LOT. Wirklich verstanden, warum Du diese Stadt liebst, haben wir jedenfalls noch nicht. Lad uns doch mal nach Reudnitz ein. Oder vielleicht doch besser auf deinen Balkon? No homo aber, klar? Vielleicht bringt es ja aber auch mehr, ihn sich mal auf einer Bühne anzuschauen – vielleicht. Neben der Tischtennisplatte sein natürliches Habitat, sozusagen. Er nennt das „Tour“, wir nennen das Ausflug.

 

[alert type=red ]♥  MEIN BLOCK ♥ 

Wir wollen wissen, wer hinter unseren Künstlern und deren Kunst steckt: wo und wie sie leben, was sie geprägt hat und wie sich das in ihren Werken widerspiegelt. Daher dreht sich in „Mein Block“ alles um den Block – der Künstler. Außer bei LOT. Der ist komisch. Ende.

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