Meinung: 2015 war wirklich ein „Bomben“-Jahr #fickdichmedien

Was wird vom Musikjahr 2015 in Erinnerung bleiben außer den schrecklichen Bildern von Paris? Nicht viel, zugegeben....
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Was wird vom Musikjahr 2015 in Erinnerung bleiben außer den schrecklichen Bildern von Paris? Nicht viel, zugegeben. Das ist teilweise aber sogar ganz angenehm, weil es viele weitere schreckliche Dinge einfach mit blutroter Farbe übertüncht. Gleich drei MTV Unplugged-Entweihungen deutscher Albträume (Cro, Revolverheld, Unheilig) zum Beispiel. Oder die unfassbare Nachricht, dass Helene Fischers „Farbenspiel“ auch im dritten Jahr zu den erfolgreichsten Alben überhaupt gehört. Oder der endgültige Aufstieg Dave Grohls zu einem Modern Day Jesus, der sogar diejenigen, die ihn immer für einen ganz coolen Typen gehalten haben, so langsam nur noch nervt.

Natürlich haben die Anschläge von Paris die Musikwelt erschüttert. Natürlich haben sie wieder viele Deppen auf den Plan gerufen, die ernsthaft der Meinung waren, eine französische Flagge im Profilbild würde irgendetwas ändern.

Allerdings haben sie auch für Solidarität gesorgt, haben uns im Widerhall lauten Gewehrfeuers in Erinnerung gerufen, wie schön das Leben doch ist, das wir führen dürfen. Konzerte, Festivals, Bier in der linken, Kippe in der rechten Hand – darauf verzichten?

Niemals, ihr gottverdammten Terroristenwichser!

Deshalb schauen auch die Babys trotzig, mutig und genussvoll auf ein Musikjahr zurück, das wie immer richtig viel Scheiße hervorgebracht hat, aber hin und wieder auch so richtig glänzen konnte. Björk hat ein schickes neues Album rausgebracht, Drake auch, Noel Gallagher ebenfalls und Steven Wilson sowieso.

Kendrick Lamar hat uns gezeigt, warum er der coole Hund ist, für den ihn alle halten, Courtney Bartnett bewies, dass man auch ohne Schönheit Aufsehen erregen kann und The Prodigy taten so, als wären es immer noch die Neunziger und als hätten sie noch irgendwas zu sagen. Ziemlich geil auch die Leistung der wilden Alabama Shakes.

Lana del Rey ist eh immer die Beste, Chelsea Wolfe und Anna von Hausswolff lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Vertonung des schönsten Albtraums.

 

Von Würsten und Kötern

Auf der Sollseite stehen natürlich Mumford & Sons, die ihr Banjo gegen Qualität eingetauscht haben und offensichtlich Coldplays Stadion-Rock-Momenten nacheifern wollen. Klar, dass Coldplay da dann keinen Bock mehr drauf hatten und sich lieber in kraftlos-funkiger Pop-Einfallslosigkeit verloren.

Snoop Dogg überzeugte ebenfalls weniger mit seinem neuen Album als mit seinen herrlich kurzen und unmotivierten Live-Konzerten, während irgendjemand da draußen wirklich zuließ, dass das wandelnde Vorurteil Conchita Wurst ein Album veröffentlichen durfte. Gut, dass niemand mehr davon spricht. Das galt auch für Mariah Careys unerträgliches Rumgeheule.

Dann war da natürlich auch Adeles nicht ganz zu Ende gedachtes Drittwerk, das wohl erfolgreichste Fahrstuhlmusikalbum aller Zeiten.

 

Siakinderfickificki?

2015 wird auch als das Jahr in Erinnerung behalten werden, in dem sich Sia mit Pädophilievorwürfen auseinandersetzen musste. Was für ein Bullshit, das Video zur Single „Elastic Heart“ wurde dank Maddie Ziegler und Alleskönner Shia LaBeouf (wir lieben dich!) zu einem der ganz großen Momente des Jahres.

https://www.youtube.com/watch?v=-rSKN5lmYQU

Erneut konnten wir natürlich ausführliche Blicke auf den Körper von Miley Cyrus werfen und uns darüber aufregen, wieso jemand wie Paul McCartney ernsthaft mit Rihanna und Kanye West zusammenarbeitet. Dann auch noch für so was langweiliges wie „FourFive Seconds“. Spannender war schon Drakes unfassbar gute Reaktion auf Madonnas Schlabberzunge in seinem Rachen. Igitt, Alte, zieh Leine!

 

Adieu, Compadres!

Zu guter Letzt hauchten auch 2015 etliche Musiker mit mal mehr und mal weniger Bedeutung ihren Atem aus. Der frühere Motörhead-Drummer Phil Taylor zum Beispiel. Rapper Chinx wurde in New York über den Haufen geschossen. B.B. King hatte nach 89 Jahren genug von all dem Quatsch hier. Scott Weiland mischte sich einen Drogencocktail zu viel. Überlebt haben völlig überraschend Lemmy Kilmister, Ozzy Osbourne und Keith Richards. Und wir Babys auch, soweit wir das bislang abschätzen können. Machen wir also was draus! Besser wird’s 2016 eh nicht.

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    Auch feini fein