Meinung: Heil Echo… Tirol gehört zu Deutschland! #fickdichmedien

Der angeblich wichtige Musikpreis ECHO hat sich 2016 in Sachen Dummheit, Ignoranz und Peinlichkeit selbst übertroffen. War schwer, hat aber geklappt! ...
Echo-2016

Jetzt ist es also tatsächlich geschehen. Es ist das eingetreten, was wir seit Jahren befürchtet haben, aber bislang immer abwenden konnten. Manchmal in letzter Sekunde. Diesmal hat es nicht gereicht. Diesmal ist der Verstand gescheitert, ist die Moral endgültig abgewandert. Diesmal, ja, diesmal müssen wir tatsächlich festhalten, dass Bosse die coolste Sau war, die Deutschland gestern Abend in petto hatte. Und das sagt halt schon ziemlich viel, über „Deutschlands wichtigsten Musikpreis“.

 

Halt, Stopp! Der ECHO ist der unbedeutendste Musikpreis, den man sich vorstellen kann. Dennoch reden wir fleißig über ihn, ein manifestierter Widerspruch, das wissen wir. Natürlich würden wir stattdessen auch liebend gern über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens reden, uns darüber austauschen, wie viel Petersilie wirklich in frische Frikadellen gehört und welcher Weißburgunder am besten zu grünem Spargel passt. Können wir aber nicht…

Weil sich der angeblich wichtige Musikpreis ECHO in diesem Jahr in Sachen Dummheit, Ignoranz und Peinlichkeit selbst übertroffen hat. Das war sehr schwer. Aber wenigstens darauf ist Verlass.

 

Deutschland erobert endlich wieder!?

Nach Jahren des Boykotts einiger nicht vollkommen verdummter Künstler, nach Jahren der Ein- und Ausladungen haben Frei.Wild dieses Jahr also tatsächlich eine der „begehrten Trophäen“ (BILD-Sprech) bekommen. Das ist natürlich schlimm genug und durch nichts zu entschuldigen. Aber wie tief kann man um alles in der Welt sinken, um einer Südtiroler (aka ITALIENISCHEN!) Band den ECHO in der Kategorie „Rock/Alternative National“ an die Uniform zu heften?

Natürlich ist es gut möglich, dass die völlig verblendeten und unfähigen Ausrichter dieses Fremdschämmarathons das „national“ ganz und gar wörtlich genommen haben, denn national, das sind unsere sonnengebräunte Almöhis nun mal mit Herz und Seele. Mit Hirn, nicht…

Entsprechend verschwurbelt auch die Rede, in der die Band um  Philipp Burger irgendwas davon faselte, dieser Preis wäre ein Zeichen gegen „Engstirnigkeit und Ausgrenzung“. Ähm, entschuldige mal?

Danke Bosse, danke!

Auftritt Bosse. Der macht nach seinem Song immerhin ein klares Statement gegen „Nazischweine“, eine kleine Geste, die mit vereinzelten „Buh“-Rufen zu den wenigen wirklich wertvollen Momenten dieses laschen Abends zählt.

Wir versprechen: Ladet das Baby zur nächsten ECHO-Verleihung nicht wieder aus und ihr bekommt einen Kanye-West-Moment, wenn wir ständig auf die Bühne stürmen, weil die Preise unserer Meinung nach unverdient vergeben werden.

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Neue Fremdschäm-Ära nach „Mitten im Leben“

Andererseits: Wir sind derzeit nicht allzu gut in Form und kämen an einem solchen Abend ziemlich ins Schwitzen. Allein ein Blick auf die Preisträgerliste zeigt nämlich, wie schlimm es um Deutschlands Musiklandschaft wirklich bestellt ist.

Helene Fischer, Santiano, Pur, die Puhdys, Andreas Bourani… in Ländern mit einer gesunden Musikkultur würden diese „Künstler“ allerhöchstens bei einer Möbelhauseröffnung neben der Hüpfburg eine miese Playback-Show für 80 Öcken hinlegen.

In Deutschland lassen sie sich von einer verkorksten Industrie feiern. Weil sie glattgebügelt, leer und ohne Ecken und Kanten sind und somit die meisten Platten verkauft haben.

Hurra, ECHO, Du kannst es einfach auch in Zeiten von AfD, Gutbürgertum und nationaler Identitätskrise… Ähm, nicht!

 

… Oder mit anderen Worten, ähm Blicken: nämlich dem von Till Lindemann!

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Fick Dich, Medien!

Nein, er wird deine lausige Band nicht in einem der zahlreichen Metal- und Rockmagazine unterbringen, für die er schreibt. Nein, du musst gar nicht erst auf die Idee kommen, ihm auf einem "Festival-Konzert-Besäufnis" ein mies produziertes Demo deiner ekelhaften Kellerkombo in die Hand zu drücken. Fliegt eh' gleich auf den Müll oder wird von einer befreundeten (natürlich erfolgreichen) Band dazu benutzt, ein paar Lines vor dem Gig zu legen. Nein, er wird niemals aufhören, Röhrenjeans zu tragen. Und wenn es nur deswegen ist, weil er in ihnen viel besser aussieht als Du. Liebe.
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    Auch feini fein