Unterüberschrift: „Besorgte Bürger, gute Musik und der Wunsch nach dem Säxit“… 

Die Frage aller Fragen ist ja, was würde der fiktive Charakter (jede Ähnlichkeit mit der Realität kommt völlig zufällig zustande) Sandy aus Meißen (Sachsen) über das Jahr 2015 sagen? Das ist natürlich nicht sonderlich schwer einzuschätzen. Womöglich, würde Sie folgende Statements über die vergangen 365 Tage von sich geben:

„Die neuen kulturellen Einflüsse in unserem Land sind für mich und meine Familie eine wahnsinnige Bereicherung in unserem Alltag.“

„Es beruhigt mich, dass den Schutzsuchenden eine menschenwürdige Erstaufnahme garantiert wird. Die Obergrenze darf nicht kommen!“

„Das Geld das in die humanitäre Hilfe seitens der Politik investiert sind, ist bezüglich unserer Solidarität mit politisch Verfolgten von absoluter Notwendigkeit und eine Verpflichtung an unsere Rechtstaatlichkeit.“

„Meine Tochter trifft sich seit neuestem mit einem Syrer – Sie sind auch schon zusammen ins Kino gegangen und er hat beinahe den ganzen Film verstanden. Oh, wie glücklich Sie doch sind. Es entzückt mich, dass Liebe keine Grenzen kennt“

Kennt ihr diesen Hans Entertainment Moment, wenn diese Sätze wohl von der stereotypisierten Sandy nie fallen würden?! Zum Glück gibt es jedoch Menschen in diesem schönen Land, die mit voller Inbrunst hinter solchen Aussagen stehen. Das ist schön, das ist wunderschön! (gesprochen in einer geschwäbelten Jogi-Löw-Stimme).

Aber zu Fremdenhass und Solidarität wurde sich bereits zu Häufe geäußert, was jedoch nicht heißt, das man in Kürze darauf hinweisen sollten. Gesagt, getan!

2015: Richtig dick im Geschäft!

Widmen wir uns nun dem Social Media Wunderkind Hans Entertainment. Da schafft es doch ein blasser, junger Mann mit einer Frisur die an moderne Putzutensilien á la Swiffer erinnert, nahezu eine halbe Millionen Follower zu mobilisieren. Darüber hinaus ist der gute Herr aus der badischen Provinz auch noch termintechnisch komplett ausgebucht. An dieser Stelle sei nur gesagt. Chapeau Hans! Ganz neues Social Media Level freigeschalten.

Hoch die Hände! Wochenende! #amenakoi.

Wo wir bei Social Media wären, darf natürlich Money Boy, unser aller Lieblingsrapper nicht fehlen. Der für den Hip-Hop Eklat des Jahres verantwortlich ist. Er und die Glo Up Dinero Gang enterten die Bühne und vergossen O-Saft auf der Bühne der Orsons. Haha, auch lustig, wegen O-Saft.

Nach dieser gekonnten Überleitung zu Deutschlands Hip-Hop Metier, sollte man die Chance nutzen und den guten Herrn Schindler aus Bietigheim-Bissingen die nötigen Lobeshymnen zukommen lassen. Sicherlich nicht frei von kontroversen Diskussionen um seine Person, ist er der Grund warum man sich für modernen deutschen Straßen-/Gangstarap nicht mehr schämen muss. Weil Lobesreden jedoch nicht genügen, hier ein paar Auszüge aus dem lyrischen Schaffen des Künstlers, der um die Ecke von Friedrich Schiller aufgewachsen ist:

„Rapper reden über Muskeln oder Brustumfang. Ich bin so ein Sklave, ich muss Benz fahren aus Gruppenzwang!“

„Rap Ryan Gosling in DSQUARED Jogging, komm ich stell dein Album kurz mal in den Schatten wie mein Softdrink“

„Jordans vom anderen Ende der Welt, wie die Kinder von Angelina Jolie.“

Herrlich diese Sprachgesangsartisten. Gerade auch inhaltlich.

Käuflich, aber nicht bestechlich!

Weil es ja zwischen all den Flüchtlingsdebatten und Brandanschlägen auf Flüchtlingsheime auch andere Debatten gegeben hatte die gesellschaftlich hitzig diskutiert wurden, wird einer dieser Debatten in den folgenden Zeilen auch ein wenig Beachtung geschenkt. War die WM 2006 gekauft? –  Interessiert mich einen Scheiss. Wie gesagt: „ein wenig Beachtung geschenkt“. #moneyteamblatter ist das neue #moneyteammayweather.

Nicht mehr richtig „dick“ im Geschäft

Eine Dame die sich auch bestens mit Geld auskennen dürfte, ist die mittlerweile nicht mehr allzu adipöse Adele. Verkaufsrekorde wie dieses iPhone. Twitterperle zur 25-jährigen Popikone:

„Adele has that kind of music, that makes you miss that person you made eye contact with on public transportation 7 years ago“.

Dieser Hans Entertainment Moment, wenn es jemand unter 140 Zeichen einfach auf den Punkt bringt. #somotherfuckintrue.

Großes Kino… Auch ohne 3D-Lichtschwerter

Natürlich gab es auch noch andere ernstzunehmende Künstler, wie zum Beispiel Jan Böhmermann. (Sehen Sie den Zaunpfahl in Größe des Fernsehturms, Marcus Staiger?) Endlich macht die Existenz der Gebühreneinzugszentrale wieder Sinn. Danke Herr Böhmermann für beste Unterhaltung dieses Jahr, und besonderen Dank für das tribute to German Rap. Großes öffentlich rechtliches Kino. #einfachmaldasfernesehengenießen.

Stürmer rechts außen

Und weil der Return on Invest für Gebührenzahler lange nicht mehr so hoch gewesen ist, durfte er auch Zeuge des wohl peinlichsten TV-Auftritts der Nachkriegsgeschichte werden. Björn Hocke, Provinzpolitiker der AfD aus dem politischen Niemandsland Sachsen, breitete seine Deutschlandflagge über seinem Stuhl aus und verteidigte seine kruden Thesen und Überzeugungen auf eine derartig niederträchtige und perfide Art, die selbst im politischen Etablissement seinesgleichen sucht. Ach ja Björn Hocke, mit Verlaub:

„Sie sind ein Ar***l*ch. Aminaaa!“

Zurück zu den schönen Dingen im Leben. Zurück zum Gossip. Zurück in die Zukunft (da war doch was!). Weil in so einer Retrospektive natürlich auch nicht die subjektiv ausgewählten Hitlisten des Autors fehlen dürfen: „There you go!“

Top 10 Tracks des Jahres:

JMSN – bout it

HONNE – Coastal Love

HONNE – Top to Toe

A$AP Rocky – Canal St.

Chefket – Fliegen

Bushido & Shindy – Cla$$ic

Ali As – Hoodie x Chucks

Oddisee – Belong to the world

Ugly Heroes – Heart & Soul

Apollo Brown – Never in a million years

Die 10 schlechtesten Songs des Jahres:

Alles von Jan Leyk. #sotrue

Wobei Sandy aus Meißen ihn ja eigentlich ganz gut findet.

Der Schreiberling der hinter diesem Text steht, wünscht einen smoothen Start in das Jahr 2016. Prost, Yamas, Cheers, Stößchen, hoch die Tassen Chin Chin (Blumentopf-Voice) – Euch auch einen guten Start ins Jahr 2016 und Glückwunsch zum wohlverdienten Ruhestand.

2016 gilt dann wieder das gleiche Motto wie immer: „Einfach mal das Leben genießen amk!“