[dropcap size=big]G[/dropcap]eld zum Scheißen, aber trotzdem schlechte Laune? Norweger muss man einfach lieb haben! Schließlich sind den Wikingern Bierpreise um die 12 Euro, Dönerteller im Wert einer Armbanduhr und Jobtickets, die man in Deutschland auch gut und gerne für einen Audi-Leasingvertrag tauschen könnte, schlichtweg schnurz. Das einzige, was dem Prinzessinenvölkchen die relativ gute Laune vermiesen kann, sind verpasste Konzerte und der gottverdammte Schnee. Und wenn Du nun glaubst,  Uno Møller Christiansen von Team Me meint damit das allseits beliebte Diskomehl, dann hast Du Dich geschnitten – mit dem Glas, dass Du mit Deiner Rasierklinge zum Springen gebracht hast, Zuckernäschen. Er meint tatsächlich das kalte Arschloch-Element. Nein, Norweger sind nicht sehr anpassungsfähig!?

 

Uno, [Wir wissen nicht, ob seine Eltern leidenschaftliche Spieler sind – die unvestigativen Babys] wann bist Du das letzte Mal ausgerastet?

Letzte Nacht! Ich bin aufgewacht und da war eine Spinne in meiner Koje im Nightliner. Die war wirklich groß. Ich bin zwar kein Schisser, aber schön war die Situation dennoch nicht.

 

Was kann Dir so richtig den Tag versauen?

Schnee. Ich hasse Schnee. Oder Bienen im Kaffee. Das ist echt das Letzte. Wie ein Stich in mein Herz!

 

„Es war vorbestimmt, dass es ein Desaster würde!“

 

Welcher ist Euer miesester Song?

Ich erinnere mich noch daran, wie wir mal einen Jungle-Beat als Outro für den Song „Fool“ von unserer ersten Platte genutzt haben. Wir wollten das sogar auf das Album packen. Sagen wir mal, wir haben uns dagegen entschieden. Vielleicht auch, weil wir uns echt darüber kaputtlachen mussten.

 

Erinnerst Du Dich noch an Euer schlechtestes Konzert?

Ich glaube, das war tatsächlich unser allererstes Konzert. Es war das Finale eines Newcomer-Wettbewerbs, bei dem sich eigentlich nur der Bandgründer Marcus angemeldet hatte. Er konnte ja aber nicht alleine spielen. Dieser Gig war dann eben auch der Start von Team Me. Junge, das muss als Zuschauer ein mieses Konzert gewesen sein. Es ist eigentlich ein Wunder, dass wir danach überhaupt noch Bookings bekommen haben: Wir waren einfach ein paar Leute auf einer Bühne, die irgendwie eine Band geworden sind. Keiner kannte den anderen. Alle spielten Instrumente, die noch nie zuvor gespielt hatten. Es war vorbestimmt, dass es ein Desaster würde!

 

In welchen Situationen geht Ihr Euch gegenseitig hart auf den Sack?

In so vielen Situationen wie möglich! Ne, Spaß, wobei… ne, Spaß! Wenn die Emotionen hochkochen, reden wir uns durch unseren Humor wieder runter. Ich glaube aber auch, dass es für Außenstehende recht komisch rüberkommen muss, unsere Art als Band. Die ist nämlich wirklich strange. Wir haben ja auch unsere eigene Band-Phantasie-Sprache. Wir sind sind echt komische Typen.

 

Der größte Fehler in Deiner Karriere…

Dass ich mich dagegen entschieden habe, bei The Eagles zu spielen. Ich wollte auch mal bei Lordi aus Finnland einsteigen, aber ich hab‘ keinen Platz in der Audition bekommen.

 

„In Deutschland gibt es zu wenig Giraffen.“

 

Gibt es Bilder, die Du auf keinen Fall auf Facebook hochladen würdest?

Na klar! Du solltest mal die Fotos aus meiner Schulzeit sehen! Wow! Ich sah aus wie ein Stück Scheiße! Kein Spaß. Ich war außerdem der hässlichste Zweijährige der Welt. Das bestätigt mir auch immer wieder meine Oma. Und mal ehrlich: welche Großmutter sagt so was schon über ihren Enkel. Aber: ich habe mich seit meiner Jugend verbessert! Zwar nicht viel, aber zumindest zum Besseren.

 

Warum ist es scheiße, Musiker zu sein?

Weil Dein Leben von anderen Menschen bestimmt wird. Da gibt’s Leute, die Deine Tour planen und Dir sagen: ‚Du wirst von dann bis dann nicht Zuhause sein‘. Und dann bist Du auf der Straße, so wie zurzeit, und dann kommt der Tour-Manager und sagt Dir, wie Dein Tag abzulaufen hat – zu jeder Minute. Und wenn Du nicht folgst, bekommst Du auf den Arsch… gut, nicht wirklich (lacht). Aber wenn Du Festivals spielst und willst mal ein paar Bands sehen, dann spielen sie definitiv an Tagen, an denen Du schon gar nicht mehr da bist oder bevor Du überhaupt ankommst. Diesen Frühling verpasse ich zum Beispiel so viele Konzerte, die ich gerne sehen würde. Da ich selber spiele, wird das aber nichts. Aber wenn ich jetzt so darüber nachdenke, ist das ja auch gar nicht so scheiße, oder? [Notiz: an diesem Punkt haben wir uns auch latent verarscht gefühlt – die verarschten Babys]

 

 

Kein Kommentar, Prinzessin! Apropos: was nervt an Norwegen am meisten?

Wieder: Der verdammte Schnee! Ich HASSE Schnee. Ich hasse ihn nicht schon immer. Aber immer mehr und mehr.

 

Und an Deutschland?

Nicht genug Giraffen, denke ich.

Na gut. Wenn wir zwischen Ölreichtum und Giraffen wählen müssten…Stimmt schon: majestätische Tiere.