Es gibt Lippen-Herpes, verknotete Kopfhörer, zu dünnes Klopapier, Candy Crush-Anfragen auf Facebook, ungebildete Sachsen, den Stau auf dem Weg zum wichtigen Meeting und Eva, ähm Beatrice, von Storch. All diese „Dinge“ sind aber nur kleine seelische Wehwehchen im kuntergrauen Alltag, die im Antlitz von Peterchen, Florilein und Rüdi zur absoluten Nichtigkeit verkommen. Was soll man auch machen? Ein antivirales Cremchen kann man diesen „Berufs-Lausbuben“ schlecht ins Gesicht schmieren und eine Meldung als unangemessener Inhalt dürfte wohl auch im Nichts versanden. Und so bleibt dem Autor nur zu sagen: Meine Damen und Herren, der Terror hat ein neues Gesicht und er heißt SS, der Sportfreund’sche Staat. Und ihr lebt bereits mittendrin. 

Statt Burka-Zwang gibt es wohl dosierten Dreitagebart, statt Hinrichtungen ungezügelte Biederkeit.

Doch im Gegensatz zu ideologisch motivierten Vorbildern ist der Schrecken hier nicht physisch greifbar, nicht als Druckmittel für ein zweifelhaftes, aber „höheres“ Ziel gedacht. Er geht tiefer. Und hinterlässt Narben.

funny-terrorist
„Verkaufen Sie mir JETZT Sturm & Stille?“

Stumpfsinn vs religiöser Fundamentalismus?

Bereits vor Jahren haben uns die Sportis vor dem gewarnt, was uns nun überrollt, wie die nicht existenten Massen von Flüchtlingen im vernebelten Geist von Fraukes Parolen-Hooligans.

Die Diskografie der bajuwarischen Bierbank-Jihadisten hört sich nämlich an wie ein Zeitzeugnis der musikalischen Radikalisierung, eine sich stets fundamentalisierende Spießbürgerlichkeit: Sturm & Stille ist nicht mehr frech und erfrischend, diese Platte ist engstirnig und närrisch.

Was aber aufmerksame Hörer nicht weiter verwundern sollte. Haben sich die langsam aber sicher ins Nirvana der Bedeutungslosigkeit schunkelnden Festzelt-Terroristen textlich sowieso längst an an Schlager-Ideologien und Vollsuff-Gesinnung verloren.

 

Helene mag’s gern!

Auf Sturm & Stille treibt das musikalische Dahindümpeln nun aber frische Blüten.

Banales Gitarrenspiel, leblose Melodien, Helene Fischer’sche Rhythmik und Reim-Künste, die wohl auch Flüchtlinge ohne integrativen Sprachkurs weniger infantil artikulieren könnten, markieren den Tiefpunkt einer Band, die eigentlich „mal ganz cool war“.

Da hilft es dann auch nicht mit Songs wie „Disko4000“ alles andere als gewagte Experimente einzugehen.

Insbesondere auch, wenn man bei solchen Tanzflächernstampfern im Chorus dann dennoch jegliche Selbstachtung verliert und einer songwriterischen Stumpfsinnigkeit frönt, bei der sogar Andrea Berg die Hände vorm Gesicht zusammenschlagen würde.

 

Dachshund
„Nein, mein Schatz. Das musst Du nicht hören. Trink das!“

Pflichtabo: Putins Playlist

Sportfreunde Stiller… Das sind Die Amigos für Protestwähler, ein Traum von Radioquote zum abendlichen Pegida-Spaziergang – und ihr neues Album der finale Flirt mit den Verstand einer Zielgruppe, die glaubt, Deutschland wäre eine GmbH und Flugzeug-Abgase manipulative Giftwolken eben dieser kleinen Firma, bei dem der Funke einfach nicht überspringen will.

Gewiss ist da nur die Detonation einer weiteren Stillernen Bombe inszenierter Heiterkeit und überflüssiger Kitschigkeiten, die zwar einschlagen wird, am Ende aber doch nur einen Krater zurücklässt. Und mit diesem Leere, Verzweiflung und auch ein wenig Angst  vor dem, was da noch kommen mag.

Die CIA soll seine Satelliten bereits auf Germering gerichtet haben…