Wenn sich eine Band nach der Technik für das Erlernen von Schreibschrift benennt, sind deren Mitglieder entweder Lehrer, immer noch Schüler oder eben bekennende Analphabeten. So oder so: für eine Anstellung in der sowieso schon viel zu überlaufenen Branche braucht es zumindest mehr als nur die Fähigkeit auf die erzieherischen Bedürfnisse kleiner Scheißerchen eingehen zu können. Oder zumindest eine Fahrerlaubnis. Oder immerhin die Fertigkeit den eigenen Nachnamen zu Papier bringen zu können. Wie dem auch sei… Das Baby lädt halt einfach jeden Kandidaten zum Bewerbungsgespräch. Es ist da nicht so, liebe SUETTERLIN.

Bitte stellen Sie sich doch mal vor:

Batti & Daniel – zusammen sind wir Suetterlin.

 

Warum möchten Sie ausgerechnet in dieser Branche arbeiten?

Die Freiheit, kreativ zu sein, steht über allem, was einen irgendwie einschränken könnte im Leben – oder umso mehr: im Alltag. Leidenschaften aufzugeben, weil man keine Zeit oder Energie mehr hat, ist immer bedauerlich. Und wenn man auch nie mehr als ein kleiner Beitrag in der Branche sein kann – ein Gewinn, mindestens für einen selber, ist es allemal.

 

Nennen Sie uns Ihre drei größten Stärken.

Four to floor, BASS, catchy Melodie!

 

Was unterscheidet Sie von anderen Kandidaten?

Wir nehmen uns Zeit.

 

Erzählen Sie uns von Ihrem bislang größten Erfolg:

Bisher zwei EPs auf einem so großartigen Label wie Midsummer Records veröffentlichen zu können, macht uns schon stolz.

Wie gehen Sie mit stressigen Situationen um?

Dance it off!

 

Wovor haben Sie am meisten Angst?

Persönlich: Dass all die Menschen, die jeden Tag etwas Selbstloses und gutes für die Gesellschaft tun, irgendwann ihren Mut verlieren und aufhören, Idealisten und Optimisten zu sein. Zurzeit wirkt es so als würden Egoismus und Idiotie überhandnehmen. Dagegen anzukämpfen, kostet viel Kraft, die eigentlich in positive und wichtige Dinge gesteckt werden könnte. Musikalisch: Irgendwann als Coverband zu enden.

 

Wie würden Kollegen Sie beschreiben?

Auf jeden Fall ehrgeizig und witzig. Wir haben Bock auf das, was wir machen. Und lassen das auch gerne raushängen. 

 

So erscheine ich zur Arbeit:

SUETTERLIN-im-IgittBaby-Interview---Wir-haben-Bock-auf-das,-was-wir-machen-und-lassen-das-gerne-raushängen
Naja. Sie können ja immer noch im Lager anfangen…

 

So sehe ich nach der Arbeit aus:

suetterlin-nach-der-arbeit
Also ziemlich unausgelastet… Und wann hatten Sie bitte Zeit sich umziehen?

Nennen Sie uns eine schwierige Zeit in ihrem Leben und wie Sie damit umgegangen sind?

Vor allem das letzte Jahr war für uns beide kein Leichtes. Wir haben beide heftige Schläge einstecken müssen, sei es familiär oder gesundheitlich. Am Ende haben wir aber immer an eine positive Entwicklung geglaubt, viel miteinander geredet und uns neue Ziele gesetzt, auf die wir uns konzentrieren konnten.

 

Könnten Sie ein Superheld sein, welcher wäre das und warum?

Keith Richards! Der kennt sich aus.

 

Welche ist eigentlich Ihre Lieblings-App ?

Spotify maybe. Hat mehr Musik, als man jemals braucht.

 

Warum sollten wir Ihnen die Stelle anbieten?

Wir bringen mit: eine angenehm-perfekte Mischung aus ansteckendem Optimismus und realistischem Pessimismus, mehrere Stücke Kuchen, Brause für alle und sind außerdem stubenrein und stets sehr bemüht!

 

Haben Sie noch Fragen an uns?

Was wäre schlimmer – Musik nur noch doppelt so schnell oder in halber Geschwindigkeit zu hören? 

 

Wie bereits erwähnt. Lageristen können wir stets gebrauchen. Aber sich während der Arbeitszeit umzuziehen. Das geht nicht.