Wenn euch die Frage gestellt wird, wofür Berlin vor allem berühmt sei, antwortet ihr pflichtbewusst was? Nein, nicht den Reichstag, das Brandenburger Tor, oder den aufgeschlitzten Hals von Jennifer Rostocks Nachtbegleitung! Jeeenau, für die Spätis, Alter! Diese allzeit Wasser führenden Tränken für die ausgedörrten Kehlen der ewig durch die Berliner Clubwüste Kreuzberg-Friedrichshains wandernden Party-Herden sind die 24/7-Manifeste des Hauptstadt-Freiheitsgefühls. Sollte die Kampagne „Support your local Späti!“ neue Werbegesichter brauchen – möchte ich hiermit die Jungs von Blumentopf vorschlagen. Wie sie leicht beschämt preisgaben, hatten sie sich am Abend zuvor in einer Bar niedergelassen, ihre Hopfenkaltschale jedoch jedes Mal aufs Neue beim Wasserloch gegenüber besorgt. Warum, wussten sie auch nicht mehr so genau.

 

Der beste Song aller Zeiten?

Roger: “Crosstown Traffic” von Jimi Hendrix. Das hat mein Vater früher immer schon gehört und da fand ich es auch schon cool, konnte aber die Begeisterung gar nicht so verstehen.

 

Der beste Song, um die Schwiegereltern zu vergraulen?

DJ Sixkay: Sido, „Arschfick Song“. Damit kenne ich mich aus, also, mit Schwiegereltern vergraulen.

Der beste Song, um die Alte doch noch rumzukriegen?

Roger: Ganz klar, Sido, „Arschfick Song“.

 

Der beste Song beim einen heben?

Schu: Ich musste mal in einem Club auflegen und der Typ an der Bar meinte, ich solle mehr „Biertrinkmusik“ spielen. Da ist mir dann aufgefallen, dass davon im Country-Genre sehr viel zu finden ist. „Play Me Some Beer Drinking Music“ zum Beispiel.

 

Der beste Song für eine Beerdigung?

Roger: Auf der letzten Beerdigung, auf der ich vor zwei Jahren war, haben sie den „Redemption Song„ von Bob Marley gespielt. Das war von der Stimmung her megakrass.

Der beste Song, um sich zu verlieben?

Schu: Was ein geiler Song für den Anfang des Verliebens ist, ist Bob Marleys „Try Me“.

 

Der beste Song, um ein Herz zu brechen?

Schu: „Ich find dich scheiße“ von Tic Tac Toe. Da muss man nur die ersten Take anspielen.

Und der beste Song, um ein solches wieder zu heilen?

Schu: „Wind of Change“.

 

Der beste Song, um auch die lahmste Party anzukurbeln?

Roger: „Ein bisschen Spaß muss sein“ von Roberto Blanco. Der zieht immer. [Ah, dieser „wunderbare N****“ also – die politisch korrekten Babys]

 

Der beste Song für ein mehrtägiges Saufgelage?

Schu: Früher haben wir beim Saufen immer Ton Steine Scherben durchgehört. Im Loop liefen die ganzen Revolutions-Songs und die kleinen Revoluzzer haben sich weggeschossen, bis sie gar nicht mehr wussten, wogegen sie eigentlich sind.

 

Der beste Song für den Hausputz?

Schu: „I Want To Break Free“ und dann mit der Perücke durchs Haus. Der Staubsaug-Song!

 

Der beste Song zum Cruisen?

Schu: “I Look Good In Leather” von Cody Chesnutt. Das ist einfach so ’n Cabrio-Song.

 

Der beste Song, um über das Leben zu sinnieren?

Roger: Das ist bei uns ein selbstgemachter Song: „Manfred Mustermann“. Den finde ich cool, weil wir beim Machen gar nicht gemerkt haben, dass der eigentlich deeper ist.

Der beste Song über Bayern?

Schu: Das ist natürlich „Stern des Südens“, wenn man’s zusammenfasst.
Roger: Oder von Olli Banjo: „Bayern München“.

 

Der beste Song für den Park?

Schu: „Rock Creek Park“ von The Blackbyrds.

Der beste Song für einen verregneten Tag?

Schu: Da fallen mir weniger Titel zu ein, sondern eher so melancholische Jazz-Musik.

 

Der beste Song aus Berlin?

Schu: Den Gibmafuffi-Remix von „Going Back To Kotti“ von Scarf Face finde ich geil.

Roger: „Schwarz zu Blau“ von Peter Fox und auf jeden Fall David Hasselhoff – „Looking for Freedom“.

 

 

Richtige Musikfüchse, die zwei MCs. Und mögen tun sie sich auch richtig dolle. Deshalb haben sie mit „Clap Your Fingers“ jetzt auch ein gemeinsames Album rausgebracht. Smooth!