Das Baby geht heute mal tiefer als Deep House. Kann man nicht mit jedem machen. Die eine Hälfte der musizierenden Kollegen ist dafür zu blöd, die andere Hälfte zu oberflächlich. Selten also, dass man auf Künstler trifft, die weder das eine, noch das andere sind. AnNa R. ist so eine. Gut, mit 46 Jahren kann man natürlich auch mal ein gerüttelt Maß an Weisheit und Durchblick voraussetzen. Dann wiederum ist Kevin Russell schon 52 und an Dummheit nun wirklich nicht zu übertreffen. Obwohl wir hier gerne zugeben, dass wir insbesondere die späteren Rosenstolz-Machwerke hier lieber gar nicht erst erwähnen, hat AnNa schon wirklich dolle Dinger gemacht. Und sich 2012 mit Gleis 8 ganz ordentlich zurückgemeldet. „Endlich“ haben sie ihr zweites Album genannt und mit dem Titel gleich mal die philosophische Wortspielangel ausgeworfen. Wortspielgeil, wie wir hier alle sind, haben wir natürlich prompt angebissen und „Der Sinn des Lebens“ mit ihr gespielt. Festgestellt haben wir neben einer ganz gesunden Einstellung zum Leben vor allem eines: Ausführliche Antworten sind ihre Sache nicht, so viel steht mal fest.

 

AnNa, wer bist du?

Ein 46-jähriges Mädchen mit Spaß am Singen.

 

Was ist dein größter Traum?

So lange wie möglich Spaß an meiner Umwelt zu haben.

 

Was ist Glück für dich?

Eine Momentaufnahme.

 

Was ist Leben?

Wenn ich das wüsste…

 

Was ist Liebe?

Na, alles natürlich! [erinnert uns nicht daran! – die von diesem Song nicht gerade begeisterten Babys]

 

Was ist Unendlichkeit?

Die gibt es nicht. [Stephen Hawking, übernehmen sie! – die Wurmloch-Babys]

 

Was ist Zeit?

Erst mal relativ und dann Luxus.

 

Was kommt nach dem Tod?

Hoffentlich nix.

 

Wie träumst du?

Oft sehr wild.

 

Was ist Musik für dich?

Na, alles natürlich! [Ehm, Copy&Paste-Antworten sind eher so uncool – die Babys]

 

Wohin gehen wir?

Ich geh’ nach vorne. Wohin du gehst, weiß ich nicht…

 

Was ist Heimat?

Da, wo deine Freunde sind. Oder so ähnlich.

 

Gibt es eigentlich einen Gott?

Für mich nicht, aber wer weiß…

 

Was macht uns erst zum Menschen?

Empathie, denke ich.

 

Wie klingt Hamburg?

Super.

 

Und wie klingt dann Berlin?

Auch super.

 

Der Sinn des Lebens ist für Gleis 8 auf jeden Fall eingleisig… Ähm, wir meinten -silbig. Prost.